IV. Männliche Prostitution.

Ebenso wie der Trieb des Mannes zum Weib dazu führt, eine Klasse von Weibern zu schaffen, die die Befriedigung des sinnlichen Triebes für Geld gewähren, ebenso hat die homosexuelle Neigung der Urninge eine solche Menschenklasse unter Männern erzeugt, und zwar ist diese männliche Prostitution sehr alt. Aeschines spricht sich schon gegen die Päderastie aus, bei der sich der eine dem andern für Geld hingebe, und aus einer Stelle im Gastmahl von Plato geht nach Hug deutlich hervor, dass das erotische Verhaltniss eine gewisse Aehnlichkeit mit einem gewöhnlichen Tauschhandel hatte. Tibull klagt in einer Elegie über die Untreue seines grausamen Knaben, der durch Geschenke besiegt ward. Auch heute sehen wir, dass die männliche Prostitution sehr ausgebreitet ist. Wir haben zahlreiche Mittheilungen über sie aus verschiedenen ausländischen grossen Städten 1). In neuerer Zeit hat Coffignon besonders über die männliche Prostitution in Paris ausführliche Mitteilungen gemacht. Dort haben einige dieser Prostituirten, die sogenannten petit-jésus, ihr Hauptaugenmerk auf die Hotels geworfen; sie suchen da, wo reiche Fremde ihr Absteigequartier nehmen, als Grooms eine Stelle zu erhalten; nach wenigen Monaten schon ist es dann dem Betreffenden gelungen, eine feste Kundschaft sich zu erwerben. Es kommen die Kunden zu bestimmten Zeiten nach Paris, um ihre sexuellen Triebe

1) Mittheilungen hierüber machte Tardieu (Étude médico-légale sur les attentats aux moeurs), der in einem erfahrenen Criminalbeamten, C. Busserolles, offenbar eine gute Quelle hatte. Carlier, früherer Chef der Pariser Sittenpolizei, hat nach Coffignon werthvolle Beobachtungen veröffentlicht. Vgl. auch Taxil, La prostitution contemporaine, 1884. Zum Vergleiche mit der weiblichen Prostitution sind zu empfehlen Parent-Duchâtel, La Prostitution dans la ville de Paris, 1857; Despine, Psychologie naturelle, Band III, Paris 1868; besonders aber Jeannel, De la Prostitution publique, ein Werk, das ins Deutsche übertragen ist und auch Mittheilungen über männliche Prostitution giebt.

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116 Leben der Prostituirten.

an dem jungen Manne zu befriedigen. Wie ein Patient von v. Krafft-Ebing behauptet, existirt fast in jeder grösseren Stadt ein sogenannter Strich für die männliche Prostitution.

Es giebt auch fast überall ein Versammlungslokal für die männlichen Prostituirten; in Berlin ist eins, wo bis zu 50 von diesen sauberen Subjecten mitunter zusammensitzen sollen. Es giebt ganz bestimmte Stellen in Berlin, wo sich die Mitglieder der männlichen Prostitution aufhalten, um sich vorübergehenden Urningen anzubieten. Es sind dies, beiläufig gesagt, mehrere Bedürfnissanstalten, sowie einige andere Punkte der Stadt. Es soll früher sogar eine Art Bordell für die männliche Halbwelt in Berlin gegeben haben, wo ein älterer Mann die „Oberaufsicht" über die daselbst getriebene Unzucht führte, wobei es natürlich von seiten jener Gesellschaft wesentlich auf Erpressung abgesehen war.

Die Mitglieder der männlichen Demi-monde sind zum grossen Theil gar keine Urninge. Es giebt zwar auch zahlreiche Homosexuale, die für Geld sich anderen Männern hingeben; ausser ihnen aber findet man in der männlichen Demi-monde eine Reihe sexuell ganz normal fühlender Individuen, die zum Theil auch verheirathet sind. Sie betrachten Geschlechtsakte mit Männern als ein bequemes Mittel zur Bereicherung.

Auch die Mitglieder der männlichen Prostitution nehmen nicht selten ein durchaus weibliches Aussehen an, trotzdem sie sexuell normal fühlen; schon um sich kenntlich zu machen schminken sie sich, pudern sich, tragen auffallende Kleidung u. s. w. Nach Krauss1) gingen bereits im alten Griechenland die Kyneden, um Männer anzulocken, weiblich gekleidet, mit geflochtenen Haaren u. s. w. Mir ist es eigentlich nicht ganz klar, weshalb die heterosexuellen prostituirten Männer das weibische Verhalten des Urnings nachahmen. Zum Theil mag der Grund allerdings darin liegen, dass sie den Urning auf sich aufmerksam machen wollen; immerhin ist es mir auffallend, da doch viele Urninge lieber mit vollkommen männlich erscheinenden Männern verkehren; manche Homosexuelle lieben es freilich, bei solchen Männern sich zu befriedigen, die weiblich gekleidet sind. Ein Hauptehrgeiz dieser Halbwelt ist es, sich recht lange künstlich jung zu erhalten; wahrscheinlich nimmt auch zu diesem Zwecke der prostituirte Mann zu Toilettenkünsten, ähnlich wie das prostituirte Weib, seine Zuflucht.

Das Alter der männlichen Prostituirten ist gewöhnlich zwischen

l) A. Krauss, Die Psychologie des Verbrechens. Tübingen 1884.


Benehmen der Prostituirten. 117

17 und 30 Jahre, doch giebt es ebenso auch ältere, wie es in manchen Fällen selbst jüngere giebt. Es ist skandalös und widerlich zu sehen, was für unreife Jungen sich diesem elenden Erwerbszweige hingeben.

Abgesehen von den unmoralischen Eigenschaften, die sich in gleicher Weise bei der männlichen und weiblichen Prostitution finden, bei jener nur noch in erhöhtem Maasse, soll es bei jener auch sogenannte Zuhälter geben, d. h. Männer, die von einem anderen Manne geliebt werden und ihren Lebensunterhalt durch des letzteren verkäufliche Hingabe an Männer gewinnen. Ich fand in einem grossen Päderastenprocess, der vor einigen Jahren in Berlin stattfand, hierüber Andeutungen, die mir durch weitere Informationen für einige Fälle bestätigt wurden 1).

In der männlichen Demi-monde giebt es auch einige internationale Berühmtheiten, die bald in der Hauptstadt dieses, bald jenes Landes sich zeigen, überall aber in ihren Kreisen gleichmässig gefeiert werden. Ueberhaupt findet man mitunter ein Individuum, das, so zu sagen, den Glanzpunkt einer Gesellschaft bildet, um das sich diese vollständig dreht. Zuweilen wird auch einer von den käuflichen Männern durch einen gut situirten Urning vollständig ausgehalten, erhält freie Wohnung etc. gegen die Verpflichtung, sich jenem hinzugeben.

Die männliche Demi-monde hat eine grosse Aehnlichkeit mit der weiblichen: alle jene Eigenschaften, die man bei dieser findet, kann man auch bei der männlichen wahrnehmen. So ist es etwas ganz gewöhnliches, dass ein Mitglied der männlichen Demi-monde dem anderen den Rang abzulaufen sucht, dadurch, dass es den Preis drückt etc. Die Urninge, besonders diejenigen, die für Geld verkehren, lieben es, mit den Stellungen der Männer, mit denen sie verkehren, zu renommiren; ebenso wie bekanntlich in der weiblichen Halbwelt es für einen grossen Sieg der Mitglieder gilt sagen zu können, dass sie mit einem Grafen oder Fürsten verkehrt haben, ebenso spielt dieser Ehrgeiz in der männlichen Demi-monde eine nicht ungewöhnliche Rolle.

Auch an Aufdringlichkeit pflegen die männlichen Prostituirten den weiblichen nichts nachzugeben. Es suchen jene die Aufmerksamkeit von Urningen auf jede mögliche Weise auf sich zu lenken, um dann womöglich den eingefangenen Vogel vor dem sexuellen Act erst möglichst durch Weintrinken etc. auszubeuten.

1) Trotz mehrfacher dahingehender Angaben bezweifle ich noch deren Zuverlässigkeit.


118 Polizei und Prostitution.

Besonders beliebt ist es bei manchen Urningen, sich dadurch über ihre Schicksalsgefährten emporzuheben, dass sie diesen das Annehmen von Geld für sexuelle Acte nachsagen; viele, die für den sexuellen Verkehr Geld nehmen, bestreiten dies in der Hoffnung, sich durch diese Lüge eines grösseren Ansehens in ihren Kreisen zu erfreuen.

Im allgemeinen dürfte die Prostitution unter Männern in den letzten zehn Jahren bedeutend zugenommen haben. Ein Urning, der die Verhältnisse aus früherer Zeit sehr genau kennt, beklagt es, dass jetzt in der Liebe so viel geschäftsmässiges sei und spielt stets den „Laudator temporis acti, da es in früheren Zeiten noch viele wahre Liebe gegeben habe".

Es scheint übrigens, dass es eine Reihe auswärtiger Männer giebt, die conträr sexual empfinden und zeitweise nach Berlin kommen, um hier ihrem Geschlechtstriebe zu genügen, was sie zu Hause in einer kleineren Stadt oft nicht thun können.

Es ist die männliche Prostitution eines der traurigsten Sittenbilder, die es giebt, es ist bedauerlich, dass die Polizei gegen sie nicht in demselben Maasse einschreiten kann, wie gegen die weibliche. Ich werde in dem „Forensisches" überschriebenen Capitel diesen Punkt besprechen, da die gegenwärtig bestehenden gesetzlichen Bestimmungen der Polizei zwar Waffen gegen die weibliche, aber nicht gegen die männliche Prostitution liefern.

Zum Schluss sei noch auf diejenigen, gerade nicht sehr zahlreichen, aber doch wie bereits oben angedeutet, dann und wann vorkommenden Fälle hingewiesen, wo Männer in Weiberkleidung gehen, und die Frechheit soweit treiben, sich von Männern brauchen zu lassen, ohne dass diese eine Ahnung haben, dass sie es mit einem männlichen Individuum zu thun haben. Der S. 64 genannte Fall von H. Fränkel ist ein solcher, in dem einen Fall von Westphal scheint es ganz ähnlich gelegen zu haben. Auch ein Patient von v. Krafft-Ebing giebt genau an, dass er einen jungen Mann kenne, der in Weiberkleidung junge Männer anlocke; er lässt sie hierbei in dem Glauben, dass er ein Weib sei und unter dem Vorwande, gerade die Periode zu haben, veranlasst er jenen, ihn per os zu brauchen.

Die männliche Prostitution ist auch nach anderer Richtung hin ein Analogon zur weiblichen. Ebenso wie es in ihr Mitglieder giebt, die nicht nur für ihre Hingabe sich bezahlen lassen, sondern


Erpresserthum. 119

auch bei dieser Gelegenheit Diebstähle ausführen, ganz in derselben Weise findet sich dies bei prostituirten Männern, nur ist die sittliche Verkommenheit hier bei weitem grösser. Dies kann auch nicht verwundern, wenn wir bedenken, dass derjenige, der durch einen prostituirten Mann geschädigt wird, viel eher dies verheimlichen dürfte als der durch ein prostituirtes Weib Benachtheiligte. Daher kommt es, dass verkäufliche Männer die Leidenschaft des Urnings sehr oft zu Diebstählen bei diesem benutzen, da natürlich dieser sich gewöhnlich hütet, ihn zur Anzeige zu bringen, um nicht entweder selbst mit dem Strafgesetz in Conflict zu kommen, oder doch durch Öffentliches Besprechen seiner mannmännlichen Liebe moralisch todt gemacht zu werden. Die Furcht vieler Urninge hiervor ist eine so grosse, dass Subjecte, mit denen sie verkehrt haben, ein methodisches Erpressungssystem an jenen ausüben. Der Erpresser 1) (auch „Rupfer" genannt) droht dem Urning mit Anzeige und lässt sich für sein Schweigen eine grosse Summe zahlen. Die gerichtlichen Verhandlungen, die in Berlin und andern grossen Städten zeitweise stattfinden, beleuchten dies zur Genüge. Ein Beamter erzählte mir über einen blutjungen Erpresser folgendes: „Ich glaube, dass er gar keine geschlechtliche Perversion hat, wohl aber des Gelderwerbs halber sich Päderasten zur Verfügung stellt. Wenn er nun einmal einen solchen Mann gefangen hat, so geht die alte Erpressungsgeschichte los. Er droht ihm mit Anzeige wegen widernatürlicher Unzucht, da ihm selbst an einigen Monaten Gefängniss nichts gelegen ist, der andere aber wegen seiner besseren socialen Stellung durch eine solche Verurtheilung ruinirt würde. Dieser sucht die Sache deshalb mit Geld todt zu machen, was ihm aber so leicht nicht gelingt. Wenn er dem Erpresser Geld bietet, so kommt dieser nach einiger Zeit wieder und verlangt neues". Bis zum Selbstmorde werden dadurch solche Urninge gelegentlich durch Erpressung getrieben, auch müssen sie mitunter eine enorm hohe Summe — ich hörte einen Fall von 60000 M. — zahlen, um den anderen 2) zum Schweigen zu bewegen.

1) Die französische und internationale Bezeichnung ist „chanteur".

2) Wie Ulrichs mittheilt, haben nach veröffentlichten Polizei-Memoiren einige Pariser Erpresser von dem durch Erpressung gewonnenen Gelde sich sehr fein eingerichtete Landhäuser bei Paris gekauft. Mag auch manche Angabe von Ulrichs übertrieben sein, so ist an der gemeingefährlichen Ausbreitung des Erpresserthums in Berlin wohl nicht zu zweifeln. Mancher Sekt, den man in Restaurants trinken sieht, soll, wie ich von zuverlässiger Seite erfahre, durch


120 Erpresserthum.

Die Erpressung, die sogenannte chantage, ist für die Urninge ein Damoklesschwert. Es kommen heute oft solche Fälle von widernatürlicher Unzucht zur gerichtlichen Kenntniss, die mit Erpressung etwas zu thun haben. Urninge, die sonst mit einander verkehren, pflegen sich bei gerichtlichen Schritten natürlich nicht gerade gegenseitig den strafbaren Act vorzuwerfen, sie geben gewöhnlich, wenn der Fall zur gerichtlichen Cognition kommt, nur die mutuelle Onanie zu, so dass sie straflos bleiben, da ja ein Zeuge für eine strafbare Handlung nicht vorhanden ist. Ganz anders liegt es, wenn der Urning mit einem Erpresser verkehrt. Das beste, was jemand, der einem Erpresser in die Hände fällt, thun kann, ist, dass er den ganzen Sachverhalt sofort der Polizei mittheilt; denn der Betreffende hat sonst nur die Wahl, sich von dem Erpresser um sein ganzes Vermögen bringen zu lassen, um schliesslich doch noch gerichtlich belangt zu werden oder durch Selbstmord zu enden.

Man glaube nicht, dass die Erpressungen nur von Angehörigen der männlichen Demi-monde ausgeübt werden. Es giebt sogar Männer, die, anscheinend ohne Geldgewinn zu beabsichtigen, sich scheinbar aus Liebe dem Urning hingeben, die aber nachher diesen durch Erpressungen auszubeuten wissen.

Aber selbst wenn er sein Vermögen geopfert hat, entgeht er dem Erpresser nicht. Dieser weiss jede neuerworbene Summe sofort wieder zu entdecken und dem Bedauernswerthen zu entreissen, der stets in der Befürchtung leben muss, dass er wieder von seinem Peiniger verfolgt wird und schliesslich doch noch seine sociale Stellung einbüsst. Nach einigen Einzelheiten, die mir über die Berliner Erpresser mitgetheilt wurden, muss ich bemerken, dass die Urninge diesen geradezu vogelfrei ausgeliefert sind.

Der Weg, den der Erpresser einschlägt, ist übrigens recht verschieden; so z. B. kommt es vor, dass ein Urning A mit einem Manne B einen sexuellen Act ausübt, der bereits unter das Strafgesetzbuch fällt. A glaubt mit B ganz allein zu sein; plötzlich, während des Actes, erscheint ein dritter, C, der bisher versteckt war, er kommt hinter einer spanischen Wand oder dergl. hervor, spielt den Entrüsteten und droht mit Anzeige. Natürlich steckt C mit B unter einer Decke; dennoch handelt C so, als ob er

(Fortsetzung der Fußnote von der vorigen Seite)
bei Urningen erpresste Gelder bezah(l)t werden. Dass die meisten Erpresser straflos ausgehen, ist natürlich, da der Gerupfte gewöhnlich selbst dann den Vorgang bestreitet resp. schweigt, wenn die Behörden Verdacht auf Erpressung haben.


Erpresserthum. 121

den B und den A denunciren wolle. B bietet nun dem C alles mögliche, Schuldscheine, Geld, um sein Schweigen zu erkaufen; dadurch wird auch der erschrockene A sehr schnell dazu gebracht, das Gleiche zu thun. A's Identität wissen die beiden Subjecte sofort genau festzustellen; sollte ihnen dies nicht gelingen, so folgen sie ihm bis in seine Wohnung, und nun kann er ihnen nicht mehr entgehen. Es giebt unter den Erpressern auch agents provoeateurs, gewöhnlich junge Männer, die die Aufmerksamkeit des Urnings auf sich zu ziehen suchen, um ihn zu irgend einem sexuellen Acte möglichst schnell zu veranlassen. Natürlich ist auch hier wieder alles so präparirt, dass unmittelbar nachher die Erpressungen ihren Anfang nehmen.

Wenn man bedenkt, welche schwere sittliche Schädigung ein solches Erpressungssystem, das schliesslich durch das Gesetz gegen widernatürliche Unzucht gestützt wird1), darstellt, so muss man sich die Frage vorlegen, ob nicht dieses Gesetz mehr Schaden wie Nutzen gestiftet hat; ein Punkt, den ich später noch besprechen werde. Jedenfalls kann es nicht dankbar genug anerkannt werden, dass die Criminal-Polizei und die Gerichte mit grosser Strenge und unnachsichtlich gegen die Erpresser einschreiten.

Uebrigens ist es nicht ausschliesslich die Drohung, eine Anzeige zu erstatten, womit der Erpresser sein Opfer fängt. Es giebt nämlich Fälle, wo er mit einer Anzeige wenig Erfolg haben würde; für solche Fälle haben die Erpresser ein anderes Mittel bei der Hand, das auch als „Aufbieten" bezeichnet wird; sie drohen nämlich dem Urning, dass sie seine Urningsnatur resp. dessen sexuellen Verkehr mit Männern öffentlich bekannt machen wollen, sei es dadurch, dass sie es ihm auf der Strasse nachrufen oder in anderen Kreisen erzählen. Diese Leute wissen genau, dass sie bei der grossen Verachtung, die gegen die Urninge in der menschlichen Gesellschaft herrscht, diese leicht unmöglich machen, wenn sie deren urnische Natur bekannt geben. Uebrigens nehmen die Erpresser keinen Anstand, durch Einschüchterung selbst Männer auszuplündern, die nie mit einem Manne sexuell verkehrt haben, die vielmehr sexuell ganz normal fühlen.

1) Dass das Gesetz die Erpressung begünstigt, ist klar. Dass sie aber durch jenes allein hervorgerufen wird, wie die Urninge annehmen, und mit seiner Beseitigung sofort schwinden wird, ist ein Irrthum; es geht dies schon daraus hervor, dass auch in Ländern, wo der mannmännliche Geschlechtsverkehr freigegeben ist, wie in Frankreich, dennoch Erpressungen vorkommen. Vgl. hierüber A. Coffignon, La corruption á Paris.




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