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Alexis Piron: Ode an Priapos (1710)


August von Platen notiert in seinen Tagebüchern, er habe erst durch diese Ode von physischer Liebe zwischen Männern erfahren.


Übertragung

Eine Übersetzung der Strophen 1, 2 und 8
durch Peter Bumm unten im Anhang
Original
Alexis Piron
Nachdichtung

Ode an Priapos

ODE A PRIAPE

An Priap


Saft der neun Luder des Pindos
Saft des Liebhabers Daphnes,
dessen schlaffer Schwanz sich nur aufrichtet,
wenn er befummelt wird:
dich flehe ich um Hilfe an,
dich, der du mit deinem steifen Schwanz
den heißen Saft in alle Fotzen schleuderst;
Priapos unterstütze meine Ausdauer
Und trage einen Moment lang
Das Feuer deiner Eier in meine Adern.

Foutre des neuf garces du Pinde,
Foutre de l´amant de Daphné,
Dont le flasque vit ne se guinde,
Qu’à force d’être patiné:
C’est toi que j`invoque à mon aide,
Toi qui dans les cons, d’un vit roide,
Lance le foutre à gros bouillons;
Priape soutiens mon haleine,
Et pour un moment dans ma veine,
Porte le feu de tes couillons.

Leckt Votzen, ihr neun Pindars-Luder,
Leckt mit Apoll, der schläfrig geigt;
Und dessen kleiner matter Bruder,
Nur durch das Fingern aufwärts steigt:
Priap! beseele meine Leier,
Und gönne ihr das rege Feuer,
das sich durch deine Klöt ergeußt:
Und durch die aufgeschwollenen Röhren,
Um deine Wollust zu vermehren,
Dickschäumend in die Votze fleußt.

Ein jeder kriege einen Ständer, ein jeder möge sich entflammen ;
Lauft herbei Huren und Wüstlinge:
Was seh’ ich da? ... Wo bin ich? .... Oh süße Extase! ...
Der Himmel besitzt keine so schönen Gegenstände.
Eier, die im Ganzen rund erscheinen
Feste und hervorspringende Oberschenkel.
Bataillone von Latten
Hintern ohne Haare und ohne Kot,
Fotzen, Titten und Büschen
Die von ganzen Sturzbächen Safts überschwemmt sind.

Que tout bande, que tout s`embrase;
Accourez putins & ribauds:
Que vois-je?...où suis-je... ô douce extase!...
Les cieux n’ont pas d’objets si beaux.
Des couilles en bloc arrondies,
Des cuisses fermes & bondies,
Des bataillons de vits bandés,
Des culs ronds Sans poils & sans crottes,
Des cons, des tettons & des mottes,
D`un torrent de foutre inondés.

Kommt Hurenbuben, kommt zusammen,
Zeigt euren Mut und fuchst euch satt,
Ein Schauspiel setzt mich jetzt in Flammen,
Das nie der Himmel schöner hat:
Ich sehe Brüste, Zitzen strotzen,
Nebst tausend auserlesenen Votzen,
Von kaltem Bauer überschwemmt;
Ich sehe tausend Klöte glänzen,
Bei tausend auserlesenen Schwänzen,
In feiste Lenden eingestemmt.

Bleibt schöne Bilder
Bleibt für immer unter meinen Augen;
Seid der Gegenstand meiner Huldigungen,
Meine Gesetzgeber und meine Götter:
Priapos möge man einen Tempel errichten
Wo man euch Tag und Nacht bewundere,
Ganz nach dem Geschmack der kräftigen Spritzer ;
Das Sperma wird dort als Opfergabe dienen,
Die Eier als Girlanden,
Die Schwänze als Opfernde.

Restez adorables images,
Restez à jamais sous mes yeux;
Soyez l’objet de mes hommages,
Mes législateurs & mes dieux:
Qu’à priape on éleve un temple
Où jour & nuit l'on vous contemple,
Au gré des vigoureux fouteurs;
Le foutre y servira d'offrandes,
Les poils de couilles de guirlandes,
Les vits de sacrificateurs.

O, reiz mich oft mit solchen Bildern,
Du meiner Sehnsucht Gegenstand;
Die Wollust ist nie genug zu schildern,
Die nur zu sehn mein Herz empfand.
Priap! Dir bau ich einen Tempel,
Und vögle andern zum Exempel
Zwölfmal, den Altar einzuweihn;
Statt Gold soll kalter Bauer glänzen,
Und Votzenhaar die Tür umkränzen,
Mein Schwanz soll Hoherpriester sein.

Adler, Wal, Dromedar,
Insekt, Tier, Mensch, alles
Am Himmel, unter Wasser, auf der Erde,
alles kündige an, dass man fickt:
Das Sperma kommt als Hagel herunter,
Sei es nun vernünftig oder auch nicht, alles mischt sich ein:
Das Loch alle Schwänze geil:
Das Loch des Glücks ist der Weg,
Im Loch ruht alle Freude,
Aber jenseits des Lochs kein Heil.

Aigle, baleine, dromadaire,
Insecte, animal, homme, tout,
Dans les cieux, sous l’eau, sur la terre,
Tout nous annonce que l’on fout:
Le foutre tombe comme grêle,
Raisonnable ou non, tout s’en mêle,
Le con met tous les vits en rut:
Le con du bonheur est la voie,
Dans le con gît toute la joie,
Mais hors du con point de salut.

Mensch, Adler, Wolf und Walfisch lehren,
Wie man beständig vögeln soll;
Der Sperling ist nie genug zu ehren,
Denn er ist immer samenvoll.
Kurz, alles muß gevögelt werden,
Die Votz enthält was man auf Erden,
Erhabenes nur denken kann;
Sie zeigt sich, - tausend Schwänze starren,
Der Weise vögelt mit dem Narren,
Der Bürger mit dem Edelmann.

Obwohl ärmer als eine Kirchenmaus
- Hauptsache meine Eier sind heiß
Und die Härchen an meinem Arsch kräuseln sich -
Ist mir der Rest im Ruhezustand schnurzegal.
Ihr Große der Welt, man täuscht sich,
Wenn man glaubt, dass ich jemals auf eure Pumpe
Eifersüchtig sein könnte:
Macht viel aufhebens, lasst es euch gut gehen;
Wenn ich aufspieße und abspritze,
Habe ich dann weniger Vergnügen als ihr?

Quoique plus gueux qu’un rat d`église,
Pourvu que mes couillons soient chauds,
Et que le poil de mon cul frise,
Je me fous du reste en repos.
Grands de terre l`on se trompe,
Si l’on croit que de votre pompe
Jamais je puisse être jaloux:
Faites grand bruit, vivez au large;
Quand j'enconne & que je décharge,
Ai-je moins de plaisirs que vous?

Sind meine Klöt nur voll von Feuer,
Und macht mein Schwanz sein Meisterstück,
Dann bin ich reich bei einem Dreier,
Und scheiße fast auf alles Glück.
Zufrieden und entfernt vom Neide
Seh ich in meinem schlechten Kleide,
Die Pracht der großen Herren an,
Weil der, der auf dem Throne sitzet,
Wenn er den Samen von sich spritzet,
Nicht mehr als ich, empfinden kann.

Gold und Ehre mögen euch schmeicheln,
Dumme Geizhälse, eitler Eroberer;
Es leben die Vergnügen der Eier!
Und pfeifen auf Gut und Rang!
Achilles an den Ufern des Skamanders
Plündert, zerstört, legt alles in Schutt und Asche:
Alles nur Feuer, Blut, Schrecken:
Ein Loch taucht auf, wird er darüber hinweggehen?
Nein, ich sehe, wie mein Taugenichts einen Ständer bekommt;
Der Held ist nur mehr ein (Ab-)Spritzer.

Que l’or, que l`honneur vous chatouille,
Sots avares, vains conquérans;
Vivent les plaisirs de la couille!
Et foutre des biens & des rangs.
Achille aux rives du Scamandre,
Pille, détruit, met tout en cendres;
Ce n`est que feu, que sang, qu`horreur:
Un con paroît, passe-t-il outre?
Non, je vois bander mon jean-foutre;
Le héros n’est plus qu’un fouteur.

Seht auf Athens erhab´nen Plätzen,
melkt sich ein Schwanz der Zyniker;
Die Menge sieht ihn mit Ergötzen
Und steht mit Ehrfurcht um ihn her.
Es läßt sich Sturm und Donner hören,
Doch nichts kann unsern Weisen stören,
Obgleich der Himmel kracht und blitz;
Er fähret fort mit langen Zügen,
Bis daß er taumelnd für Vergnügen,
Den edlen Samen von sich spritzt.

Von Fickern wimmeln die Fabeln nur so :
Die Sonne fickt Leukothea
Cynir fickt seine eigene Tochter,
Ein Stier fickt Pasiphae
Pygmalion fickt seine Standbild,
Der kühne Ixion fickt die Wolken
Man sieht der Saft nur so fließen;
Der schöne Narziss bleich und blass,
Begierig sich selbst zu ficken,
Stirbt, als er versucht sich selbst in den Arsch zu ficken.

De fouteurs la fable fourmille:
Le soleil fout Leucothoé,
Cynire fout sa propre fille,
Un taureau fout Pasiphaé;
Pygmalion fout sa statue,
Le brave Ixion fout la nue;
On ne voit que foutre couler:
Le beau Narcisse pâle & blême,
Brûlant de se foutre lui-même,
Meurt en tachant de s`enculer.

O, fuchse man doch in der Hölle,
Euch Furien- dich, Zerberus!
Euch Parzen - und dich Schiffsgeselle;
Euch fuchs ich nur zum Überfluß.
Weil aber dieser Wunsch vergebens,
So fuchs ich hier die Zeit des Lebens,
Und tret alsdann die Wallfahrt an;
Doch wird es mich am meisten beugen,
Wenn ich den Pluto sehe geigen,
Und selber nicht mehr vögeln kann.

Sokrates, werden sie sagen, dieser Weise,
dessen göttlichen Verstand man lobt,
Sokrates pestete und wütete
Gegen das weibliche Geschlecht:
Aber deshalb hat der gute Apostel
Nicht weniger als ein anderer gefickt;
Lass uns seine Lehren besser deuten:
Gegen den Sex spricht er voller Überzeugung;
Aber ohne den Hintern des Alkibiades
Hätte er nicht so schlecht über Fotzen geredet.

Socrate, direz-vous, ce sage,
Dont on vante l’esprit divin,
Socrate a vomi peste & rage,
Contre le sexe féminin:
Mais pour cela le bon apôtre,
N’en n’a pas moins foutu qu’un autre;
Interprétons mieux ses leçons:
Contre le sexe il persuade;
Mais sans le cul d’Alcibiade,
Il n’eût pas tant médit des cons.

So magst du mich nur immer quälen,
Furcht , Unglück, wie auch du nur willst;
Mich rührst du nicht, nur niedern Seelen
Sind, wenn du Trost mit Gram erfüllst.
Ich will mich wie mein Schwanz erheben,
Und über Glück und Unglück schweben
Mit stoischer Gelassenheit.
Man mag mich fliehn, man mag mich hassen,
Wird mir mein steifer Schwanz gelassen,
So sterb ich mit Zufriedenheit.

Aber sehen wir dem tapferen Zyniker einmal zu,
den ein Kerl auf die Stufe der Hunde gestellt hat,
wie er sich beim Bart der Athener:
heftig einen runterholt
Nichts rührt ihn, nichts erstaunt ihn:
Der Blitz strahlt, Jupiter donnert,
Sein Ständer wird deshalb aber nicht aus
    der Fassung gebracht.
Gegen den Himmel spritzt sein hoch erhobener Kopf
Nach einer kurzen Laufbahn
Mit Ruhe.

Mais voyons ce brave cynique,
Qu’un bougre a mis au rang des chiens,
Se branler gravement la pique,
A la barbe des Athéniens:
Rien ne l’émeut, rien ne l’étonne;
L’éclair brille, Jupiter tonne,
Son vit n’en est point démonté;
Contre le ciel sa tête altiere,
Au bout d’une courte carriere,
Décharge avec tranquillité.


Unterdessen durchbohrt Jupin im Olymp
Hintern und stopft Fotzen;
Neptun besteigt auf dem Grunde des Wassers
Nymphen, Sirenen und Tritonen;
Der glühender Ficker der Proserpina
Scheint in seinen göttlichen Eiern
Das ganze Feuer der Hölle zu haben:
Freunde, lasst uns dieselben Streiche spielen;
Ficken wir so sehr, dass die Fotze der Luder
schließlich unsere Seele durcheinanderbringt.

Cependant Jupin dans l’Olympe,
Perce des culs, bourre des cons;
Neptune au fond des eaux y grimpe,
Nymphes, syrenes & tritons;
L’ardent fouteur de Proserpine,
Semble dans sa couille divine,
Avoir tout le feu des enfers:
Amis, jouons les mêmes farces;
Foutons tant que le con des garces
Nous foute enfin l`ame à l`envers.


Teisiphone , Allekto , Megäre,
Wenn man noch bei euch fickte,
Ihr Parzen, Charon und Zerberus
Alle würdet ihr die Erfahrung meines Schwanzes machen.
Aber da man wegen eines barbarischen Schicksals
Im Hades keinen Ständer mehr bekommt,
Will ich dorthin spritzend hinuntersteigen.
Dort wird zweifellos meine größte Qual sein
Pluto ficken zu sehen
Und es ihm nicht gleich tun zu können.

Tysiphone, Alecto, Mégere,
Si l'on foutoit encor chez vous,
Vous Parques, Caron & Cerbere,
De mon vit vous tâteriez tous:
Mais puisque par un sort barbare,
On ne bande plus au Ténare,
Je veux y descendre en foutant;
Là, mon plus grand tourment, sans doute,
Sera de voir que Pluton foute,
Et de n`en pouvoir faire autant.


Verdoppel’ also kraftvoll deine Leidenswege
Schicksal, verdammtes Schicksal,
Nur gemeinen Seelen
Kannst du Unglück antun:
Aber meine (Seele), wie der Schwanz eines Karmeliters,
Lacht über die gegenwärtigen und vergangenen Übel,
Was soll’s? mein Schwanz bleibt mir;
Mir steht er, ich ficke, das reicht.

Redouble donc tes infortunes,
Sort, foutu sort, plein de rigueur;
Ce n’est qu'à des ames communes
A qui tu peux foutre malheur:
Mais la mienne que le vit d`un carme,
Se ris des maux présens, passés:
Qu`on m`importe? mon vit me reste;
Je bande, je fous, c`est assez.




Laut "Bilderlexikon der Erotik"
ist Piron ein "mittelmäßiger
französischer Dichter, der sicher
vergessen wäre, wenn ihn nicht
gerade seine obszönen Gedichte
bekannt gemacht hätten und unter
ihnen besonders seine
"Ode à Priape".
Die übrigen erotischen Gedichte
sind meist nur Versifikationen
von bekannten Anekdoten.
Von ihm stammt auch eine erotische
Parodie der Schilderung des Todes
Hippolits aus Phädra unter dem Titel:
"Vasta, reine de Bordélie.
Tragédie en 3 actes"
(1773),
die später im "Théatre gaillard" erschien.

Vasta, der der Prinz Vit-Molet nicht mehr
genügt, verheißt die Tochter Conille
demjenigen, der ihr kräftigere Liebesbeweise
geben wird. Der Prinz Fout-Six- Coups erscheint,
vergewaltigt den Vit-Molet und kastriert ihn,
worauf Conille, die den Vit-Molet liebt,
verzweifelt in ein Bordell geht und sich
dort von einem Esel zu Tode schänden läßt.
Vasta reicht nun ihre Hand dem Fout-Six-Coups.
... Bei Lebzeiten des Dichters ging die
"Ode à Priape" nur handschriftlich
herum, doch hinderte ihn gerade dieses
Gedicht an seinem Fortkommen, denn seine
Feinde nützten diese Autorschaft weidlich aus."...
Bilderlexikon der Erotik, Bd. 2, S. 728

Piron, Alexis
"Poésies diverses d`Alexis Piron,
Ou Recueil de différentes pieces
de cet Auteur, pour servir de suite
à toutes les Editions desquelles
on a supprimé les ouvrages libres de ce Poëte."
London: William Jackson 1787
Seite 59 ff

Alexis Piron
08.07.1689 Dijon - 21.01.1773 Paris
Author seinerzeit populärer Bühnenwerke
und Urheber pointierter Epigramme.
Zeitlebens eifersüchtiger Gegner Voltaires.

Die Ode an Priapus wurde angeblich
von Jean-Philippe Rameau (1683 - 1764) vertont
u.a. auch Komponist von "Castor und Pollux" (1737).



Voß, Johann Heinrich (1751-1826)
Stolberg, Friedrich Leopold (1750 - 1819):
München: Verlag der Nymphenburger Drucke
Band X
um 1924 nach einem anonymen Druck um 1800
hier zitiert nach dem Buch:
Komm. Zieh dich aus.
Handbuch der lyrischen Hocherotik deutscher Zunge.
Herausgegeben und mit einem Vorspiel
von Heinz Ludwig Arnold.
Illustrationen von Volker Kriegel
Zürich: Haffmans Verlag 1991
Seite 194 f

aus "ab ins www - tschüß! Schwergereimte Ode" (1777):
...
Sanft hinterm Fächer grinzt das Fräulein,
Erröthet - nicht, und schnüffelt schnipsch:
«Herr Voß traktirt uns zwar wie Säulein,
Doch wie ers thut, die Art ist hübsch.»
...

Nicht nur das Fräulein, auch Herr Goethe ist
von Voß erbaut und schreibet Schillern
(Nürnberg den 10. November 1797):
Die ächte poetische Begeisterung des Voßischen Liedes:

"Dicht gedränget Mann und Weib
Pflegen wir mit Punsch den Leib,
Wie den Fuchs die Grube
Wärmet uns die Stube."

hat mich äußerst erbaut.
...

Johann Heinrich Voß
20.2.1751 Sommerstorf - 29.3.1826 Heidelberg
Mitglied des Göttinger Hains
1775 Mitherausgeber des »Göttinger Musenalmanachs«.
Durch seine Nachdichtungen und Übersetzungen
(Homer, Ovid, Vergil, Horaz, Hesiod, Aristophanes)
schuf er mit an der Grundlage für
die neue Sicht auf die Antike. Bekanntschaft mit
Bürger, Klopstock, Claudius, Lessing und Goethe.







Erläuterungen


Für Hinweise und Ergänzungen bin ich sehr dankdar!
Insbesondere für Hinweise auf die erotischen Mythen und Fundstellen bei den antiken Schriftstellern, auf welche Piron anspielt.
s. a. ab ins www - tschüß! mythologica.de, ab ins www - tschüß! Heras Homepage und ab ins www - tschüß! lateinforum.de
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Übersetzung von Strophe 1, 2 und 8
von Peter Bumm

Saft von den neun Jungen des Pindar;
Saft vom Liebhaber der Daphne(Apoll),
dessen schlaffer Schwanz sich nur erhebt,
wenn er patiniert (gebräunt) wird.
Du bist`s, den ich um Hilfe anrufe,
dich, der von steifem Schwanz in die Fotzen
den Saft in großen Flocken schleudert.
Priapus stütze meinen Atem,
und für einen Augenblick in meine Adern
sende das Feuer deiner Hoden.

Alles sei geil, alles umarme sich,
kommt herbei, Huren und Böcke.
Was sehe ich! Wo bin ich! O süßes Entzücken!
Im Himmel gibt es nie so schöne Dinge.
Hoden in Formation,
Schenkel geschlossen und ge&oum;ffnet,
Bataillone erhobener Schwänze,
runde Hintern ohne Haar und Dreck,
Fotzen, Titten, Venushügel,
überschwemmt mit einer Flut von Samen.

Strophe 8:
Sokrates, werdet ihr sagen, dieser Weise,
dem man göttlichen Geist nachrühmt,
hat Pest und Schwefel gespien
gegen das weibliche Geschlecht.
Und dennuch hat der brave (Moral-)Apostel
nicht weniger gefickt als jeder andere.
Verstehen wir seine Lehren besser:
gegen die Geschlechtlichkeit predigt er;
aber ohne den Hintern des Alkibiades
hätte der die Fotzen nicht so verdammt.

Seite 171 f,
Peter Bumm
August Graf von Platen. Eine Biographie.
Paderborn, München, wien, Zürich: Ferdinand Schöningh 1990
ISBN 3-506-71813-4



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